Montag, 23. Januar 2012

Hüft-Beugeschienen/Hüftdysplasie beidseitig, Alina 9. Woche

Frau G. kam in meine Praxis, weil ihr Töchterchen seit Anprobe der Hüft-Beugeschiene am Tag und in der Nacht schreit. Weiterhin hatte Alina einen Nabelbruch. Sie kam als Beckenendlage per Kaiserschnitt auf die Welt. Frau G. war sehr aufgeregt, denn sie spürte, dass Alina grosse Probleme hat, sich an diese Schiene zu gewöhnen.
Die Hüft-Beugeschiene wird bei Hüftdysplasie vom Kinderarzt oder Orthopäden verordnet. Dabei wird vorher der Winkel der Hüfte gemessen und der Reifegrad bestimmt. Diese Hüft-Beugeschienen ohne Beckenfassung beötigen allerdings zur generellen Funktion einen Schultergurt, mit dessen Hilfe die Beine des Kindes in einer relativ ausgeprägten Beugestellung gehalten werden. Aktivere Säuglinge können sich aber durch die Einschränkung der Schulterregion mittels Schultergut beengt fühlen. Sie können durch den Spreizsteg, der sich zwischen den Beinen befindet, schwierig zu tragen und nicht ganz einfach zu halten sein.
Frau G. fühlt sich schuldig, dass Alina dieses Gestell tragen muss und ich begleite Frau G. mit ihren Gedanken und Gefühlen. Sie möchte gerne ihr Kind an der Brust legen und tragen, was jedoch durch das Gestell sehr hinderlich ist.
Bei Betrachtung des Beckens von Alina fällt mir auf, dass die rechte Beckenseite nach oben verzogen ist und das Kind eine Tendenz hat, den Kopf nach links zu fixieren. Ausserdem stelle ich einen Stau in den Nieren fest, die sich kalt anfühlen. Nach Befreiung der Fixierung streckt sich Alina und wird während der Behandlung ruhig.
Ich behandle die Becknorgane/Becken mit CSO/CST. Ich gebe Instruktionen, wie die Mutter das Kind zu Hause lagern darf, damit es nicht einseitig auf dem Rücken liegen muss.
Bei der nächsten Kontrolle beim Kinderarzt wird der Familie mitgeteilt, dass die Hüften in Ordnung seien. Daraufhin wird das Gestell abgelegt und Alina wird auch nicht mehr breit gewickelt. Das Kind schläft nachts wieder ruhiger und der Nabelbruch kann abheilen.
Ich rate der Mutter, eine Zweitmeinung einzuholen. Nach Einholung einer Zweitmeinung vom orthopädischen Kinderarzt UKBB bekommt die Mutter die Empfehlung, das Hüftgestell wieder anzulegen. Sie bekommt einen Schreck, als der Orthopäde mitteilt, dass ihr Kind in einen Gips müsste, wenn die Hüfte nicht in Ordnung kommt.
Alina schreit wieder sehr plötzlich und unvorbereitet und man sieht, dass sie sich nicht richtig bewegen kann und auch nicht gut verdauen in ihrem engen Gestell. Ihre Arme werden durch den Zug der Träger nach unten gedrückt.
3. Sitzung: Grossmutter und Mutter kommen mit Alina in die Praxis. Die Grossmutter sieht, dass Alina leidet. Sie nimmt das Gestell ab und Alina kann sich richtig strecken. Sie geniesst diese Minuten. Wir behandeln mit Craniosacraler Therapie/CSO das Becken und den Körper. Alina wird ruhiger.
Wir finden einen Weg, wie wir Alina Minuten und Stunden der Entspannung gönnen und gleichzeitig die Weisung des Arztes befolgen. Die Mutter wickelt das Kind breit und trägt es nach Aussage professionell im Tragtuch. Sie legt die Beugeschiene an, so dass ein guter Ausgleich und Wechsel erfolgt.
3. Sitzung: Alina ist jetzt 4 Monate. Sie hat sich an die Beugeschiene gewöhnt. Sie kann durch die eingeschränkte Lage auf Grund der Fixierung das Köpfchen in Bauchlage nicht heben. Sie hat einen kleinen Entwicklungs-Rückschritt. Ich zeige Frau G. wie sie ihr Kind in Bauchlage motivieren kann, dass Köpfchen zu heben und gebe ihr Instruktionen zur Haltearbeit am Kind.
Bei diesen Instruktionen stellt Frau G. fest, dass der Oberkörper richtig steif ist und Alina Widerstand gegen die Haltearbeit leistet. Nach kurzen Minuten hebt das Kind jedoch ihr Köpfchen hoch und babelt freudig. Das gibt Frau G. Mut, die Instruktionen 6-8 in kurzen Sequenzen zu Hause durchzuführen. Alina ist richtig gut durchblutet und müde. Sie trinkt anschliessend sehr viel und gut. Entspannt gehen Mutter und Töchterchen nach Hause.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Depressionen nach der Schwangerschaft/Geburt, EEH

Liebe Frau Huggel

Ich war mit meiner Tochter in Ihrer Praxis. Seit meiner Geburt leide ich unter Depressionen. Ich habe Angst mit allem überfordert zu sein. Es kommt dann plötzlich so eine Wut auf, die ich manchmal an meinem Partner auslasse. Ich fühle mich dann so nicht in Kontakt mit mir, dass ich Bedenken habe für mein Büblein eine richtige Mutter zu sein.
Ich habe Sie über das Internet gefunden und gelesen, dass Sie auch traumatisierte Klienten in Ihrer Praxis aufnehmen. Bei der Geburt hat man mir ganz sehr auf den Bauch gedrückt und ich habe seitdem Schmerzen im Rücken und im Nacken. Gerne suche ich sie auf, um diese Beschwerde abzuklären. Eine Verordnung bringe ich Ihnen von meinem Hausarzt mit.
Besten Dank für Ihre schnelle Hilfe.
Mit freundlichen Grüssen

Frau S. aus BL

Sternengucker-Baby, leichte frühkindl. Asymmetrie rechts

Liebe Frau Huggel

Ich habe mein 2. Baby geboren und war schon mit meiner Tochter vor zwei Jahren bei Ihnen. Sie gedeiht in der Zwischenzeit prächtig. Mein Baby ist ein Sternengucker-Kind. Es trinkt sehr gut und hat kräftig zugenommen. Es röchelt etwas beim Trinken und ich habe den Eindruck, dass der Kopf ein wenig nach rechts fixiert und in den Nacken gedrückt ist.
Gerne würde ich einen Termin in Ihrer Praxis vereinbaren.

Liebe Grüsse Frau F.

Schwangerschaftsbegleitung/Craniosacrale Osteopathie/CST bei Rücken- oder Hüftbeschwerden

Liebe Frau Huggel

Ich habe Sie im Internet gefunden. Ich bin über 40 Jahre und möchte meine Schwangerschaft begleiten lassen. Ich habe schon viel über Craniosacrale Osteopathie und CST gehört. Meine Schwägerin hat auch eine Therapeutin in Luzern aufgesucht. Sie schwärmt davon, mit welcher Ruhe sie zur Geburt in das Spital gegangen ist. Gerne nehme ich Ihre Begleitung in Anspruch.
Auf Ihrer Homepage habe ich gelesen, dass Sie viel mit dem Atem arbeiten und ich optimal lerne, wie ich gut mit meinem Baby Kontakt aufnehmen kann. Gerne würde mein Ehemann mitgehen und schauen, was sie uns beibringen können. Ich freue mich über Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüssen

Frau A. aus Basel

Hüftdysplasie (späte Nachreifung der Hüfte), Larissa, 6. Wochen

Breitwickeln

Die Behandlung einer Hüftdysplasie kann durch folgende Methoden erfolgen:

Breitwickeln:

Wie Sie jetzt bereits wissen ist die Hüftdysplasie die „leichteste Hüfterkrankung“.

Wenn eine gering ausgeprägte Hüftdysplasie schon bei der Geburt bzw. kurz danach entdeckt wird, kann diese auch durch das sogenannte „breite Wickeln“ behandelt werden.

Von einigen Hebammen und Kinderärzten wird generell geraten, das Baby breit zu wickeln, da mit dieser „Behandlung“ die Entwicklung der Hüften gefördert wird.


Dieses „breite Wickeln“ kann mit Hilfe eines Handtuches (etwa 15 cm breit gefaltet), das zwischen Body und Strampelanzug eingelegt wird, durchgeführt werden. Auch mit einer zusätzlichen Windel die über der eigentlichen Windel getragen wird, ist dieses „Breitwindeln“ gut möglich.

Quelle: www.kinderhueftdysplasie.de/?Breitwickeln


Traghilfen Babys

Guten Tag Frau Huggel

Hier sende ich Ihnen noch den Link der tollen Traghilfe, welche ich bestens empfehlen kann:

www.marsupiplus.de

Hier kann man diese und andere Tragen für CHF 20.-- zwei Wochen lang testen:

http://www.sonnenkind.ch/Tragen-Unterwegs/Tragehilfen-Testpaket:::2_48.html

Montag, 17. Oktober 2011

Wut nach der Geburt, Schlafmangel, Pekip-Gruppen, Mütter-Kind-Gruppen

Schlafmangel kann wütend machen

Wut auf das eigene Kind zu haben ist ein absolutes Tabuthema. Eltern verschweigen meist, dass das vorkommt. Darüber wird mit niemandem gesprochen. Auch die Eltern untereinander vermeiden ein Gespräch darüber.


Wut, die durch Überforderung und Verunsicherung ausgelöst wird, trägt die Botschaft in sich: “Nun strenge ich mich doch so an, mit meinem Baby alles richtig zu machen. Warum schaffe ich es denn nicht, mein Kind zu beruhigen oder zum Schlafen zu bringen? Ich habe völlig versagt.” Gespräche über diese Gefühle und gegenseitiges Verständnis helfen, zur eigenen Wut eine neue Einstellung zu bekommen und versöhnlicher mit ihr umzugehen.

Häufig entsteht Wut auch dann, wenn Mütter viel mit ihrem Baby allein sind und sich dann zunehmend isoliert fühlen. Es ist wichtig, sich in solchen Situationen Kontakte zu suchen, zu anderen Müttern (Mütter-Kind-Gruppen) zu Freundinnen oder anderen vertrauten Personen.

Wichtige Kontaktgruppen in Basel:

PEKiP Angebote in der Nähe von Basel, Schweiz

[PDF]

Eltern- und Familienbildung in Basel-Stadt September – Dezember ...

www.ed-bs.ch/jfs/jff/elternbildung/elba.pdf/at_download/file
Infos: www.pekip.ch
Entwicklungsbegleitung für Babys im 1. Lebensjahr nach dem Prager-Eltern-Kind-Programm