Dienstag, 14. Dezember 2010

Craniosacrale Osteopathie/Babys/Kinder, Melissa, 3 1/2 Jahre

Frau H. kam mit Melissa und Luca in meine Praxis. Melissa ist 3 Jahre und 4 Monate. Sie trägt stolz ihren Nuggi, denn er gibt ihr Halt. Sie ist schüchtern und möchte in der ersten Sitzung fast nicht berührt werden. Die Mama von Melissa berichtet, dass die Kleine vor einem Jahr an Ohnmachtsanfällen und einer kurzen Starre litt. Sie war zweimal auf den Hinterkopf gefallen. Die Stürze lagen länger zurück. Die Abklärungen beim Kinderarzt war erfolgt. Sie litt unter Affektschreien und bekam keine Luft. Die Kinderärztin Frau Dr. S./BL schrieb eine Überweisung zur Craniosacralen Therapie.

Ich behandle Melissa in der 1. Sitzung im Sitzen, während ihre Mutter mit ihr ein Kinderbuch anschaut. Das Becken fühlt sich sehr heiss an, jedoch das Kind fühlt es kalt. Die Fluktuation im Becken ist zähflüssig und das linke ISG ist eingeschränkt, in den Extremitäten kaum eine Bewegung. Melissa fällt es schwer im Becken loszulassen. Das Treppensteigen mag sie nicht. Sie möchte gehalten werden.

2. Sitzung: Frau H. berichtet, dass ihr Kind jetzt besser die Treppe steigt. Sie ist gespannt auf den Winter, wenn Melissa Schlitteln gehen darf. Sie ist jedoch skeptisch, ob das gehen wird, da sie bisher keine Lust dazu hatte.

In der dritten Sitzung am 14.12.2010 berichtet die Mutter, dass Melissa jetzt allein die Treppe steigt und auch beim Schlitteln im Schnee keine Angst mehr hatte. Alles ging erstaunlich gut. Melissa ist während der Behandlung überall berührbar. Hört ruhig und andächtig auf die Geschichtli, die ihre Mutter erzählt. Am Anfang möchte sie nicht liegen, jedoch später lässt sich auf den Tisch fallen und geniesst die Behandlung. Sie streckt mir ihre Arme entgegen und ist glücklich. Am Schluss läuft sie aus dem Zimmer und steigt allein die Treppe hinab. Das ist ein schöner Erfolg.