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Montag, 29. Juni 2009

Roman, 13 Wochen, Nabelschnurtrauma, frühkindliche Asymmetrie rechts

Roman kam 4 Wochen nach der Geburt wegen einem Nabelschnurtrauma in meine Praxis. Frau S. erhielt eine Überweisung von Frau Dr. W./BL. Eigentlich hatte es Roman nicht so eilig auf die Welt zu kommen. Er war schon eine Woche über die Zeit. Er wog 3505 g und war 47 cm lang. Nach seiner Geburt hatte er eine Geburtsgeschwulst am Kopf/Druckstelle und einen leichten Keilschädel. So richtig geschrien hat er erst bei Papa etwas später nach der Geburt. Frau S. bringt einen Plan mit und erklärt, dass es tagsüber sehr gut geht, jedoch am Abend von 19.00 - 24.00 Uhr würde ihr lieber Sohn am Stück schreien. Roman bekommt einen Schoppen, den er ruhig austrinkt.
Ich betrachte Roman und bemerke einen schönen runden Kopf mit einer frühkindlichen Asymmetrie mit Abknickung nach rechts. Seine Mutter erzählt, dass er am Morgen zwischen 8.30 - 11.00 Uhr schon richtig erzählen möchte. Ich überprüfe die Organe und wende viscerale Entstauungstechniken der CSO/CST an. Nach der zweiten Sitzung hat sich ganz viel reguliert.
Am 8.05.2009 erhält Roman seine erste Impfung, nach der er etwas Fieber hat. Er schläft jetzt gut von 19.00 - 24.00 Uhr. Wir beobachten seine Lage. Ich gebe der Mutter Instruktionen im Handling und erkläre, wie sie die verkürzte Rumpfseite korrekt halten und lagern darf. Nach der 3. Sitzung liegt Roman noch nicht so gerne auf dem Bauch. Wir erläutern Tragemöglichkeiten und Rotation in alle Lagen bei Anwesenheit der Eltern zur Förderung der Rumpfsymmetrie. Auch der Vater wird in das Handling einbezogen. Er ist sehr interessiert und lässt sich viel erklären.
Am 22. Juni 2009 hat Roman eine Kontrolle in der Mütterberatung bei Frau D./BL. Er wiegt jetzt 7150 g. Ist 62 cm lang. Sein Schlafen hat sich gut reguliert. In der Zwischenzeit dreht sich Roman sehr gern vom Rücken auf den Bauch und schaut umher. Jedoch mag er diese Lage noch nicht länger als 15 Minuten.
Meine Empfehlung: mehrmals täglich kurze Sequenzen in Bauchlage durchführen.
Am 29. Juni 2009 erhalte ich noch einen Bericht von Frau S.,dass jetzt alles in Ordnung und die Kopfbeweglichkeit gut hergestellt ist. "Mit sonnigen Grüssen"

Sonntag, 7. Juni 2009

Tom, 7 Jahre - Sturz vom Stockbett

Tom kam mit seiner Grossmutter in meine Praxis. Er war vor einer Woche beim Kampf mit einem kleinen Freund aus dem Stockbett auf den rechten Oberschenkel gefallen. Seine Hüfte tat ihm weh. Sie war geschwollen. Ob er sich den Kopf angeschlagen hatte, wusste er nicht mehr.
Tom bestieg sehr bereitwillig meinen Behandlungstisch. Vorher erklärte er mir den genauen Unfallhergang wie es dazu kam.
Ich hörte ihm aufmerksam zu und erklärte ihm, was es mit den Berührungen in der Osteopathie auf sich hat. Ich zeigte ihm das Skelett und er schaute aufmerksam zu. Wissbegierig wollte er viele Erklärungen und sein Redeschwall hörte nicht auf.
Meine Behandlung erstreckte sich auf sanfte Berührung am Kreuzbein und Oberschenkel mit Überprüfung der Gelenkfunktion. Das rechte Bein liess sich schlecht beugen. Tom hatte Schmerzen beim Biegen. Wir regten sanft mit guter Atmung die Bewegung an. Das Kreuzbein war etwas gefühllos. Es wurde jedoch nach der Behandlung ganz warm.
Ich behandelte sein Zwerchfell, welches ebenfalls etwas gestaut war. Nach der Entstauung mit fascialen Techniken fing Tom an zu gähnen. So konnte ich zum Schädel übergehen.
Bei der Berührung seines Hinterhauptes fühlte es sich an, als wenn eine stockendes Zahnrad in Bewegung kam und wir warteten lange, bis Tom nach vielem Reden ganz ruhig wurde und tief gähnte. Sehr zufrieden gingen Grossmutter und Enkelsohn nach Hause. Nach einer Woche erfuhr ich, dass Tom endlich wieder ruhig durchschlafen konnte und dass ihm die Behandlung sehr gut getan hat. Ich gab noch 1 - 2 Behandlungen im Abstand von 14 Tagen bis 3 Wochen.

KOPFVERLETZUNGEN

Kopfverletzungen sind vor allem zwischen dem 2. und dem 10. Lebensjahr sehr häufig. Von einer Beule am Kopf bis zu schwersten Gehirnblutungen ist jede Verletzungsform möglich.

Da Kleinkinder ihre Schmerzen nicht richtig artikulieren können (ca. bis zum 3 Lebensjahr), ist besonders in dieser Altersgruppe höchste Vorsicht nach Stürzen geboten. Solch kleine Kinder gehören nach einem Sturz genau untersucht (Wunden, Beulen, etc.) und in Folge, sollte kein Spital aufgesucht werden können, über längere Zeit in ihrem Verhalten beobachtet, da es bei Kopfverletzungen zu symptomfreien Intervallen kommen kann!
Im Zweifelsfall ist zur Abklärung und einer möglichen stationären Beobachtung ein Spital/Kinderarzt aufzusuchen.