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Dienstag, 31. August 2010

Craniosacrale Osteopathie bei Sichelfuss



Äthiologie und Pathogenese: Sichelfuss findet man bei Säuglingen und Kindern häufig von Geburt an bis zum 18. Lebensmonat, begleitet von Innenrotation des Schienbeines. Das Phänomen ist relativ normal. Danach sollte der Sichelfuss verschwinden. Das Kind wird dadurch häufiger stürzen.
Ursachen: verzögerte Derotation des Fusses aus der normalen intrauterinen Position, oder noch bestehende Anpassung an die Lage in utero oder gestörte Entwicklung der Beinanlage oder bevorzugte Bauchlagerung.
Typ 1: Korrigiert sich bei aktiver Bewegung (Strampeln des Kindes). Prognose gut, Fehlstellung korrigiert sich von selbst.
Typ 2: Bei passiver Bewegung (Positionierung des Fusses) korrigieren. Prognose gut.
Typ 3: Lässt sich bei passiver Bewegung nicht korrigieren; schwere Form.
Differentialdiagnose:
mögliche Tibiatorsion, eine funktionelle Fehlstellung des Hüftgelenkes mit erhöhter Innenrotation
osteopathische Untersuchung:
Augenmerk auf die unteren Extremitäten richten. Beweglichkeit des Fussen und Stellung der Hüfte beachten, Stellung der Kniescheibe und Tibia.
Selten bei Typ 3: Operation, vorher Gipsverbände, Schienen und Einlagen
Craniosacrale Osteopathiesche Behandlung kann auch beim Typ 3 zusätzlich zur Gipsredression (Schulmedizin) eingesetzt werden.
Wichtig: Frühzeitiger Therapiebeginn