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Mittwoch, 26. Juni 2013

Apoplex, Dysglossie, Craniosacraltherapie, Craniosacrale Osteopathie,Craniosacraltherapie, Kinder

Dysglossie ist eine Sprechstörung, die durch organische Veränderungen an den Artikulationsorganen ausgelöst wird. Dazu  gehören: Lippen, Zunge, Kiefer, Gaumen, Zähne und die Stimmlippen. Die Ursachen können sein:
- Verletzung durch Traumata nach Geburt oder Unfall
- Verletzung durch eine Operation
- Lähmung der entsprechenden Muskulatur durch Schäden an bestimmten Hirnnerven
- Zahn- und Kieferanomalie
- Tumore
- Muskelerkrankungen

Symptome:
Klienten, die unter Dysglossie leiden, zeigen eine verwaschene, undeutliche Sprache, erhöhte Anstrengung beim Sprechen sowie reduziertes Sprechtempo. Auftreten können Sensibilitätsstörungen im Bereich der Lippen, des Gaumens oder der Zunge, Lähmungen der mimischen Muskulatur sowie Heiserkeit, Näseln und Räusperzwang. Eine Dysglossie tritt oft in Kombination mit einer Dysphagie auf, da die Artikulationsorgane auch für den Schluckvorgang zuständig sind.
Speichel tröpfelt ständig aus dem Mund, ein "Nuschi" bzw. Schutztuch wird benötigt.

Therapie:
Logopädische Therapie in Verbindung mit Craniosacraler Osteopathie, Craniosacraltherapie,
gezielte Stimulierung der Muskeln und Beweglichkeit sowie Koordination von Lippen, Zunge und Gaumen, was aus Erfahrung nach Lösung der entsprechenden Zungenmuskulatur und Nackenmuskulatur gute Therapieerfolge zeigt.

Definition Gehirnnerven:
Nervus hypoglossus, Nervus XII, 12. Hirnnerv, Unterzungennerv, Zungenschlundnerv,
hypoglossal nerve

Anatomie:
Nervus hypoglossus mit ca. 10-12 feinen Wurzelfasern im Sulcus anterolateralis aus der Medulla oblongata, Austritt an Gehirnoberfläche.
Verlauf: Verlauf in drei Stämmen zum Canalis nervi hypoglossi des Os occipitale, Austritt Schädelhöhle - in der Nähe des Foramen magnum.
Estrakranialer Verlauf: Nerv zwischen Vena jugularis interna, Arteria carotis interna und Arteria carotis externa in Trigonum caroticum. Kurzes Verlaufstück der Fasern der ventralen Äste der oberen Halsnerven (C1 und C2). Einige Faserzüge begleiten den Nerv weiter und innervieren Teile der Zungenmuskulatur, Mundboden.

Funktion:
Paarige Nerven versorgen motorisch die gesamte Muskulatur der Zunge mit Ausnahme des Musculus palatoglossus. Fasern des Plexus cervicalis, welche mit Nervus hypoglossus verlaufen, innervieren die untere Zungenbeinmuskulatur.

Beidseitige Schädigungen führen zu einer vollständigen Zungenlähmung, die bei langer Verlaufsdauer zu einer Atrophie der Zungenmuskulatur führt. Bei einer doppelseitigen Lähmung ruht die Zunge bewegungslos auf dem Mundboden, was schwere Sprechstörungen und eine Behinderung der Nahrungsaufnahme zur Folge hat.
Bei Ausfällen in einer Hemisphäre (z. B. bei einem Apoplex) kommt es daher nur zu partiellen Funktionsstörungen.
www.craniotherapie.ch
www.craniosacraltherapie.blogspot.ch

Dienstag, 11. Juni 2013

Beckenschiefstand, Craniosacraltherapie, Craniosacrale Osteopathie,

Fam. S.und B. kam mit ihrem Bübchen Tiard im 8. Monat in meine Praxis. Tiard hatte fünf chiropraktische Anwendungen bei Frau Dr. S. erhalten. Tiard war total panisch und wollte sich nicht mehr am Oberkörper berühren lassen. Ich hatte ein unruhiges und wütendes Kind vor mir, dessen Vertrauen ich gewinnen musste. Die Mama war ebenfalls in Aufregung. Wenn wir in die Nähe seines Nackens kamen, schob Tiard unsere Hände weg. Er wollte sich nicht mehr hinlegen beim Windeln. Die Kinderärztin Frau H. schickte ihn in die Physiotherapie. Tiard hatte 4 Sitzungen erhalten.  Am Anfang war es problematisch mit Tiard zu arbeiten - so Frau B.

Befund in meiner Praxis:
Der linke Fuss und sein Bein waren blockiert und das Becken eingeschränkt im ISG, kaum Bewegung im Kreuzbein, der Thorax verspannt. Die chiropraktische Eingriffe fanden am Nacken und Schädel statt. Die Kinderärztin wollte Frau S. nicht zur craniosacralen/osteopathischen Behandlung senden, denn das sei wohl jetzt zu viel - so die Aussage der Mutter.

Praxiskontakt: Frau S. und Frau B. fanden mich über das Internet.
Frau B. hatte kein Vertrauen mehr in die Chiropraktik und war sehr betrübt über die Empfehlung der Kinderärztin. Herr S. kommt bei jeder Sitzung mit und beschützt die Familie mit seiner ausgleichenden Energie. Ich konnte die Eltern  beruhigen und mitteilen, dass es passieren kann, dass eine Therapie mal nicht so anschlägt wie sie sollte.

Praxis für CSO/CST: Mit sanfter Arbeit am Becken begann ich einen vorsichtigen Kontakt. Tiard  liess sich das gefallen, jedoch er schaute sich ständig um, um zu sehen, was ich da machen würde. Ich schloss ein Abkommen mit den Eltern, dass ich vorerst den Nacken und Schädel nicht berühren werde und es erst dann tue, wenn Tiard mir die Erlaubnis erteilt. Es war sehr spannend. Tiard quängelte und flüchtete immer wieder an die Mutterbrust, doch dass liessen wir gewähren, denn bei jeder weiteren Behandlung fasste er Vertrauen. Tiard hatte Verdickungen (kleine Knötchen unter den Trapeziusmuskeln), die zu ertasten waren und Verkürzungen im Sternocleidomastiodeus sowie Einschränkungen in der Muskelkette der Scalenus-Muskulatur. Tiard konnte noch nicht alleine sitzen. Sein Kopf viel immer wieder nach vorn. Er konnte nicht nach beiden Seiten gleiche Bewegungen ausführen und nach rechts und links greifen - so die Aussage der Mutter.
Nach der 1. Sitzung sass der Bub fast allein. Nach der 3. Sitzung fiel der Kopf nicht mehr nach vorn. Ab der 4. Sitzung/9. Monat konnte er krabbeln und seine Füsse gerade aufstellen, die vorher eine Spitzfussstellung aufwiesen.  Das geschah genau am 28.05. - einen Tag nach der Sitzung in der Praxis für CSO/CST - so die Aussage der Eltern.

Die Familie war fasziniert, denn jetzt konnte auch die Physiotherapeutin vom UKBB, die diesen Qualitätsunterschied feststellte,  sehr gut arbeiten. Sie berichtete, dass auch im UKBB die Craniosacrale Therapie angewendet wird. Alle waren erstaunt, dass nach 4 Sitzungen so eine Veränderung möglich war.

Mitarbeit Eltern:
Dank dem Vertrauen und der guten Mitarbeit der Eltern geht es Tiard viel besser. Er brabbelt und lacht und entdeckt alles im Praxisraum. Er setzt die ersten Schritte am Praxistisch und krabbelt auf mich zu. Er lässt sich jetzt fast überall berühren. Am Stirnbein und Schädeldach haben wir noch ein wenig Spannung, die wir in einer der nächsten Sitzungen lösen werden. Ich beobachte, wie sein rechtes Auge ein wenig nach innen fixiert ist. Diese kleine Beobachtung zeigt mir, dass wir noch ein wenig Ausgleich benötigen, damit später keine Skoliose entsteht. Denn die Augen haben eine wichtige Funktion, die Körperstatik auszugleichen und müssen sich ständig anpassen.
Wir können nur so viel arbeiten, wie Tiard uns gewähren lässt. Es ist ein prächtiger und fröhlicher Bub.

Samstag, 25. Mai 2013

Cranio-Baby, Plazentainsuffizenz

Mangelversorgung/Stoffwechsel:
Fam. B. kam mit der kleinen Martina im Alter von  4 Monaten in meine Praxis. Sie klagten über mangelden Schlaf von Mutter und Kind. Besonders verzweifelt waren sie, weil das Kind viel geschrien hat, wenig geschlafen und scheinbar nicht ganz glücklich war. Die Eltern waren ratlos. Bei der Geburt wog Martina 2470 g. Im Anschluss an die Geburt teilte man der Familie mit, dass Matina mit einer Plazentainsuffizenz auf die Welt gekommen ist. Im 4. Monat war sie untergewichtig. Das Stuhlen viel Matina nicht leicht und beim Trinken war der Appetit nicht sehr stark. Sie lag viel in Rückenlage. So hatte sich ein flaches Hinterhaupt gebildet, was ebenfalls den Eltern Sorge bereitete. Ich schickte Frau B. zum Kinderarzt Herrn W., der eine Verordnung für CSO/CST ausstellte, jedoch betonte, dass die junge Familie dem Kind Zeit lassen soll.

Frau B. fühlte sich nicht erst genommen und betonte, dass sie andere Kinder im Alter von Martina kennen würde, die schon besser auf den Bauch liegen konnten, mehr strampelten und sich aktiv und mit Freude bewegten. Martina könne man nicht anfassen und sie nimmt auch nichts in die Hand. Leider nahm die kleine Tochter nicht zu. Ab 5. Monat kam der Papa mit und wir besprachen die Therapie. Es gab Tage, wo Martina über 5 Stunden keine Nahrung aufnehmen wollte. Martina reagierte schreckhaft weit über den 2. Monat hinaus. Sie nahm ihre Hände nicht zum Mund und führte sie nicht zur Mitte, auf dem Bauch konnte sie nicht richtig liegen.  Die Kraft fehlte ihr zum Aufstützen.

Die Eltern bekamen Instruktionen und Martina Behandlung mit Craniosacraltherapie und Craniosacraler Osteopathie. Dies führte zur Verbesserung der Beweglichkeit, mehr Ruhe sowie  mehr Appetit. Das Drehen von der Rücklage erfolgte nach der Behandlung und der Anregung durch die Therapeutin. Frau B. erhielt Aufklärung über die Diagnose und über alle Massnahmen, die unternommen werde, damit Martina sich motorisch gut entwickelt. An den Kinderarzt gab die Therapeutin einen Bericht über den Entwicklungsstand und die Empfehlung. Am Jahresende erfolgte eine Pause von 8 Monaten.
Im Januar 2013 wurden weitere Entwicklungsschritte abgeklärt. Frau B. hatte angefangen zu arbeiten und Martina kam in eine Babygruppe, wo sie sich an manchen Tagen mehr oder auch weniger wohl fühlte. Sie hatte jedoch wichtige und positive Fortschritte gemacht und sich immer besser eingelebt. Frau B. wollte sich melden, sobald sie mehr Zeit aufbringen konnte.

Mai 2013:
Liebe Frau Huggel

Wie geht es Ihnen? Uns geht es gut. Martina  geht es gut. Sie kann schon "fast" laufen. Es ist nicht meine Art mich einfach nicht mehr zu melden. Ich habe eine schwierige Zeit hinter mir - leider... Aber es ist jetzt wieder alles gut. Leider musste ich deswegen die Therapie mit Martina vernachlässigen. Mittlerweile muss ich sagen: Wir haben eine tolle Zeit mit Ihr. Sie bewegt sich super, ist sehr aktiv und versteht schon sehr viel. Das Essen ist viel besser geworden und auch allgemein wirklich super. Sie spielt auch sehr viel alleine und sie liebt Tiere über alles. Ich denke, dass wir im Moment die Therapie nicht weiterführen. Trotzdem will ich mich bei Ihnen von Herzen bedanken. Sie haben Martina  sehr viel geholfen. Und es war immer sehr toll bei Ihnen. Und sie haben auch mich sehr viel moralisch unterstützt, wenn es eben nicht so einfach war. 
Ich hoffe, dass wir uns wieder sehen.

Herzlichen Dank und ganz liebe Grüsse

A.B. + Martina, BL