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Samstag, 25. Mai 2013

Cranio-Baby, Plazentainsuffizenz

Mangelversorgung/Stoffwechsel:
Fam. B. kam mit der kleinen Martina im Alter von  4 Monaten in meine Praxis. Sie klagten über mangelden Schlaf von Mutter und Kind. Besonders verzweifelt waren sie, weil das Kind viel geschrien hat, wenig geschlafen und scheinbar nicht ganz glücklich war. Die Eltern waren ratlos. Bei der Geburt wog Martina 2470 g. Im Anschluss an die Geburt teilte man der Familie mit, dass Matina mit einer Plazentainsuffizenz auf die Welt gekommen ist. Im 4. Monat war sie untergewichtig. Das Stuhlen viel Matina nicht leicht und beim Trinken war der Appetit nicht sehr stark. Sie lag viel in Rückenlage. So hatte sich ein flaches Hinterhaupt gebildet, was ebenfalls den Eltern Sorge bereitete. Ich schickte Frau B. zum Kinderarzt Herrn W., der eine Verordnung für CSO/CST ausstellte, jedoch betonte, dass die junge Familie dem Kind Zeit lassen soll.

Frau B. fühlte sich nicht erst genommen und betonte, dass sie andere Kinder im Alter von Martina kennen würde, die schon besser auf den Bauch liegen konnten, mehr strampelten und sich aktiv und mit Freude bewegten. Martina könne man nicht anfassen und sie nimmt auch nichts in die Hand. Leider nahm die kleine Tochter nicht zu. Ab 5. Monat kam der Papa mit und wir besprachen die Therapie. Es gab Tage, wo Martina über 5 Stunden keine Nahrung aufnehmen wollte. Martina reagierte schreckhaft weit über den 2. Monat hinaus. Sie nahm ihre Hände nicht zum Mund und führte sie nicht zur Mitte, auf dem Bauch konnte sie nicht richtig liegen.  Die Kraft fehlte ihr zum Aufstützen.

Die Eltern bekamen Instruktionen und Martina Behandlung mit Craniosacraltherapie und Craniosacraler Osteopathie. Dies führte zur Verbesserung der Beweglichkeit, mehr Ruhe sowie  mehr Appetit. Das Drehen von der Rücklage erfolgte nach der Behandlung und der Anregung durch die Therapeutin. Frau B. erhielt Aufklärung über die Diagnose und über alle Massnahmen, die unternommen werde, damit Martina sich motorisch gut entwickelt. An den Kinderarzt gab die Therapeutin einen Bericht über den Entwicklungsstand und die Empfehlung. Am Jahresende erfolgte eine Pause von 8 Monaten.
Im Januar 2013 wurden weitere Entwicklungsschritte abgeklärt. Frau B. hatte angefangen zu arbeiten und Martina kam in eine Babygruppe, wo sie sich an manchen Tagen mehr oder auch weniger wohl fühlte. Sie hatte jedoch wichtige und positive Fortschritte gemacht und sich immer besser eingelebt. Frau B. wollte sich melden, sobald sie mehr Zeit aufbringen konnte.

Mai 2013:
Liebe Frau Huggel

Wie geht es Ihnen? Uns geht es gut. Martina  geht es gut. Sie kann schon "fast" laufen. Es ist nicht meine Art mich einfach nicht mehr zu melden. Ich habe eine schwierige Zeit hinter mir - leider... Aber es ist jetzt wieder alles gut. Leider musste ich deswegen die Therapie mit Martina vernachlässigen. Mittlerweile muss ich sagen: Wir haben eine tolle Zeit mit Ihr. Sie bewegt sich super, ist sehr aktiv und versteht schon sehr viel. Das Essen ist viel besser geworden und auch allgemein wirklich super. Sie spielt auch sehr viel alleine und sie liebt Tiere über alles. Ich denke, dass wir im Moment die Therapie nicht weiterführen. Trotzdem will ich mich bei Ihnen von Herzen bedanken. Sie haben Martina  sehr viel geholfen. Und es war immer sehr toll bei Ihnen. Und sie haben auch mich sehr viel moralisch unterstützt, wenn es eben nicht so einfach war. 
Ich hoffe, dass wir uns wieder sehen.

Herzlichen Dank und ganz liebe Grüsse

A.B. + Martina, BL