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Montag, 31. August 2015

cranio-Baby, Schiefhals, osteopathie-kinder-praxis-huggel,

Emir kam in der 39. Woche zur Welt. Das Baby lag schräg und hatte die Nabelschnur 1 x straff um den rechten Arm und die rechte Hand gewickelt, so dass es mit Kiwi-Vakuumextraktion geholt werden musste. Emir wog 2500 g und war 51 cm lang. Seine Mutter war aus dem Gleichgewicht geraten. Frau G. hatte sich schon während der Schwangerschaft von Frau Huggel betreuen lassen. Emir wurde per ICSI am Unispital Basel ins Leben gerufen. Die Schwangerschaft verlief nicht ganz ohne Komplikationen.

Die Therapeutin nahm einen kleinen leicht deprimierten Jungen wahr, der erstmal richtig Kräfte sammeln musste. Sie hielt den Jungen sanft am Kreuzbein und am Schädel. Bei Emir hatte die Kinderärztin einen Schiefhals rechts diagnostiziert.

2. Sitzung: Frau Huggel sieht Emir im Tragkorb. Sie gibt der Mutter Instruktionen:  Kleine Rückenstütze mit Stoffeinlage herstellen, damit der Kleine richtig gerade liegen kann. Nach der Behandlung am Becken und an der Schulter, wo Einschränkungen spürbar waren,  ging es Emir besser. Er sass symmetrisch in seinem Tragkorb. Während der Behandlung an der Halswirbelsäule mit peripheren Techniken der craniosacralen Osteopathie nach Sutherland dreht Emir seinen Kopf sanft nach links, was ihm vorher sehr schwer gefallen war. Er fängt an, seine Arme zu heben und diagonale Bewegungen auszuführen, zu denen er lustig brabbelt und gurgelt.

3. Sitzung: Die Eltern haben mitgeholfen, die Lage-Instruktionen der frühkindlichen Asymmetrie anzuwenden und bemerken, dass es Emir jetzt gelingt, auch in Linkslage mit Unterstützung zu liegen.
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Freitag, 15. Mai 2015

Cranio-Kinder, Stürze und Schläge Kopf - "Tut`s noch weh?", Kind 3 Jahre, unruhiger Schlaf

Frau A. kommt regelmässig ca. 4-5 im Jahr mit ihren Kindern zur Frau Huggel in die Praxis. Oftmals turnen die Kinder und haben kleine Stürze oder auch starke Schläge auf den Kopf, von denen sie sich erst nach Tagen richtig erholen. Manchmal hilft dann, dass die Mutter sofort eine Berührung mit der Hand auf diese Stelle gibt oder mit einer feuchten Kompresse den Schmerz kühlt, damit der Rhythmus aus dem kleinen Schock wieder in Bewegung kommt.
Es ist einfach eine alte Weisheit, die schon unsere Grossmütter kannten.
In der Craniosacral-Therapie und Osteopathie verfügen wir über geschulte Hände mit feinen Palpationsfähigkeiten, um den Ort mit stiller Berührung und Achtsamkeit wieder in Bewegung zu bringen.
Erste Hilfe nach Sturz und Schlag und Kummer: Wir können Eltern anleiten, das verlorene Wissen um die heilsame Berührung wieder regelmässig anzuwenden, damit nachfolgende Beschwerden wie Kopfweh, Schwindel oder Ängstlichkeit beim Kind schnell wieder verschwinden.

Craniosuisse® hat deshalb ein neues Buch 2014 herausgegeben:
"Tut`s noch weh?" für Kinder von 4-8 Jahren, Iris Boter, aus dem Niederländischen von Angelika Koper-Schürholz, ISBN 978-90-79249-13-8
Schweizerische Gesellschaft für Craniosacrale Therapie,  craniosuisse®
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Donnerstag, 23. April 2015

Cranio-Baby, Verdauungsprobleme, baby-cranio-praxis-huggel-münchenstein-BL

Verdauungsprobleme: Säuglinge haben häufiger kleinere Verdauungsprobleme mit Durchfall und Erbrechen. Ihr Immunsystem und der Verdauungsapparat sind noch nicht voll entwickelt. Sie müssen sich auf neue Nahrungsmittel, Bakterien und Viren erst einstellen.
Gestillte Kinder haben meist einen dünnen Stuhl, der gelblich ist und nicht unangenehm riecht. Durchfallstühle dagegen riechen schlecht, es bildet sich ein wässriger Rand in der Windel und der Stuhl ist sogar grünlich. Grünliche Stühle können aber ganz gesunde Babys haben, wenn sie mit hypoallergener Anfangsnahrung gefüttert werden. Durchfall allein ist bei Babys noch kein Grund zur Besorgnis, erst mit zusätzlichem Erbrechen kann eine gefährliche Dehydrierung (Austrocknung ) entstehen. Häufig erbrechen Babys nach dem Stillen oder Schöppeln geronnene Milch (schlaffes Erbrechen oder Speien). Das ist in den ersten Monaten fast normal und kein Grund zur Sorge, wenn das Baby gut gedeiht und an Gewicht zunimmt. Man wartet dann ab, bis es aufgestossen hat und legt das Kind auf die Seite, am besten mit einer Windelrolle/Handtuch im Rücken.

Samstag, 21. Februar 2015

Cranio-Kinder, Osteopathie/Craniosacral-Therapie nach Sturz, Tim, 7 Jahre

Tim kommt in grossen Abständen zur Frau Huggel in die Praxis. Besonders, wenn er mal wieder nicht so gut schläft oder gerade mit einem Freund zusammengestossen ist.
Weihnachten flog er die Länge nach hin und landete auf seinem Kiefer. Frau H. rief die Therapeutin erst im Februar an und fragte, ob Tim eine Behandlung erhalten könnte, weil er beim Hüpfen auf dem Trampolin über Schmerzen im Kopf klagt.
Frau Huggel behandelt Tim ganz gezielt an den entsprechenden Stellen, die bei Tim Spannung erzeugen. Als der Thorax-Ausgang an der Reihe ist überprüft die Therapeutin den Flüssigkeitstransport durch die HWS cranial durch feine Palpierung mit den Händen mit peripheren Techniken nach Sutherland und Upledger. Tim fängt plötzlich an zu gähnen und langsam entspannt er sich und räkelt sich immer mehr. Sein Gähnen hört fast nicht auf. Verschiedene Ausgleichstechniken stimulieren den Blutfluss und Tim bekommt rote Wangen. Es ist ihm richtig heiss. Jetzt ist Tim auf einem guten Weg und sicherlich macht das Trampolin-Springen wieder mehr Freude.
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Freitag, 6. Februar 2015

Plagiocephalus, Lageanomalie in utero (Beckenmissverhältnis, Zwillinge

Plagiocephalus, Seitneigung rechts
Frau C. bat um Hausbesuch durch Frau Huggel, Empfehlung Hebamme BL. Die Zwillinge Julia und Raphael kamen in der 35. Woche auf die Welt. Der Bub wog 1.500 g und das Mädchen 2.340 g. Für die Lungenreifung kam Raphael fast 3 Wochen in ein Wärmebettli/UKBB.
Behandlungsgrund: cranio-sacraler-osteopathie:Frühkindliche funktionelle Seitneigeasymmetrie in der oberen Halswirbelsäule, bei Geburt bereits bestehender Plagiocephalus wegen Lageanomalie in utero (Mehrlinge, Beckenmissverhältnis)
1. Besuch, 11. Woche: fixierte Rechts- u. Linkslage. Bei Julia hatte sich die Seitneigung in einer starken Verformung des hinteren Schädels gezeigt. Bei Raphael war eine Beweglichkeit während der Behandlung sichtbar, eine Seite wurde bevorzugt gehalten. Das Ehepaar war sorgenvoll, weil die Kinder nicht genügend tranken und wenig stuhlten (alle 3 Tage und mit manueller Hilfe). Die Therapeutin behandelte beide Kinder und nach der 2-3 Behandlung stellte sich das Stuhlen ein und sie tranken besser.
Die Therapeutin gab den Eltern professionelle Instruktionen im Handling und in der Lagerung und probierte mit den Kindern Lagerungstechniken aus. 
Bis zur 3. Sitzung hatten beide Kinder gut zugenommen und das Gewicht verdoppelt, der Gesamtzustand hatte sich verbessert, darunter die Beweglichkeit.
Empfehlungen auf Grund der stärkeren Verformung/Schädel/Basis beim Töchterchen Julia: 
gezielte Behandlungen durch neurophysiologische Physiotherapie, craniosacrale osteopathische Begleitung, Beratung bei einem Kinderorthopäden kann Klarheit bringen, evtl. muss eine Schädelorthese angepasst werden, damit ein disharmonisches Bewegungsmuster in der weiteren Entwicklung ausgeschlossen werden kann.

Die Therapeutin verfügt über eine mehrjährige Ausbildung als Körpertherapeutin in verschiedenen Spezialgebieten, u. a. in Craniosacraler Osteopathie und Craniosacral-Therapie. Sie wendet die Craniosacrale Osteopathie und Craniosacral Therapie seit 20 Jahren an. Behandelt werden Kinder mit Hyperkyphosen/Buckelung, Kielbrust mit Orthese, Morbus Scheuermann  und andere Wirbeldeformationen im Rahmen eines Geburtsgebrechens (vor u. in der Pubertät).

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Dienstag, 27. Januar 2015

Plagiocephalus (schiefer Kopf), frühkindliche funktionelle Seitneigeasymmetrie


Iris - die kleine Regenbogengöttin
Frau E. betritt mit der kleinen Iris im Alter von 3 ½ Monaten meine Praxis. Die Geburt wurde eingeleitet und erfolgte spontan. Auf dem Weg ins Leben hatte sich die Nabelschnur um ihren Hals gelegt, was vermutlich eine Einschränkung in der Bewegung nach rechts zur Folge hatte. Durch die ständige Lage des Kopfes in der linken Position war der Schädel leicht abgeflacht, und es machte Iris Mühe, auf dem Bauch zu liegen. Sie wog bei Geburt 3920 g.
Beim Trinken hatte Iris grosse Probleme. Stillen ging nur in liegender Position und am Nachmittag hatte sie Schreiphasen. So hat die Mutter abgestillt und den Schoppen gegeben. Die 1. Impfung hat Iris gut vertragen.
Seit der 1. Behandlung mit Craniosacral Therapie ging es Iris viel besser. Ihre Schreiphasen am Nachmittag haben sich vermindert, und die Mutter konnte Dank der Therapie ihr Kind auch in sitzender Lage schoppen. Die Familie verdankt es mit einem Mail. Frau E. erhielt Instruktionen zur Anwendung für die frühkindliche Asymmetrie links und den leicht abgeflachten Kopf, die täglich anzuwenden sind.
Iris hat ein Gewicht von 8150 g. Sie hat ihre 2. Impfung erhalten. Danach war sie unruhiger und hatte Fieber. Wir behandeln Iris in der 2. Sitzung. Sie schreit danach nicht mehr und liegt seit den Behandlungen lieber in Bauchlage. Sie dreht sich auf die rechte und linke Seite. Das Stillen im Sitzen ist sehr gut möglich. In der Bauchlage ist die Schulter etwas eingeschränkt und Iris hat Mühe, sich zu stützen. Ich zeige der Mutter Techniken, wie sie ihrem Kind helfen kann, die Stützfunktion zu verbessern. Nachts schläft Iris ruhiger neben der Mutter. Sie schläft dann auch Sequenzen auf dem Bauch. Bei der 2. Behandlung kam die kleine Schwester Giada mit. Sie hat sich während der Sitzung gut mit Büchli anschauen beschäftigt. Giada ist eine hübsche „Bohne“ mit herrlichen Locken. Sie möchte gerne einbezogen werden und zeigen, wie stolz sie auf ihr Schwesterlein ist. Dabei hat sie manchmal ihren eigenen Kopf.
In der Nachkontrolle kann ich mich von einem freundlichen und zufriedenen Kind überzeugen. Es zeigt mir freudig, was es alles kann. Iris ist für ihr Alter sehr beweglich und kräftig.
Anfang August teilen mir die Eltern mit: „Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Iris geht es super gut. Wir sind fleissig am Üben, damit der Arm gut gekräftigt wird. Es geht immer besser“. Sie senden mir stolz ein Foto und wünschen schöne Zeit bis Ende August.
Hilfe bei Plagiocephalus:
http://mimoscontraplagiozephalie.blogspot.ch/2013_12_01_archive.htmlPlagiozephaliehttp://mimoscontraplagiozephalie.blogspot.ch/2013_12_01:archive.htmlPlagiozephalie
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Sonntag, 25. Januar 2015

Babywunsch, Craniosacraltherapie vor und nach Geburt


Frau S. betrat Praxis für Craniosacrale Osteopathie. Sie war 40 Jahre und hatte drei Fehlgeburten hinter sich. Ihr Arzt hatte ihr mitgeteilt, dass sie wahrscheinlich keine Kinder austragen kann. Frau S. wollte nichts unversucht lassen und bat mich, ihre Beckenbewegungen anzuschauen und die Zirkulation anzuregen. Nach der Behandlung erklärte ich ihr, dass alles in Ordnung sei.
Sie solle an einen ruhigen Ort in den Urlaub gehen und sich mal richtig erholen und abschalten.
6 Wochen später war sie schwanger. Sie war darüber erfreut. Nun warteten wir 3 Monate und begannen danach mit der Schwangerschaftsbegleitung.
Die letzte Sitzung kurz vor der Geburt fand in meiner Praxis statt. Die Klientin war leicht über die Zeit und die Hebamme sagte, dass das Kind jeden Moment kommen kann. Als die Fruchtblase platzte suchte sie das Spital auf.
Geburtsbetreuung: Ich kam zwei Stunden später und übernachtete auf einer Liege neben dem Bett.
Die Mama war aufgeregt und fand wenig Schlaf. Das Baby liess sich Zeit und die Wehen waren plötzlich weg.  Der Arzt untersuchte am Morgen die junge Mutter und meinte: "Frau Huggel gehen sie doch mit der jungen Frau durch den Park, gehen sie Mittag essen und kommen danach in den Kreissaal". Je nach Schicht schauten Hebammen nach der Mutter. Sie hatte ein schmales Becken. Es könnte eine schwierige Geburt werden. Frau S. wurde an den Wehentropf angeschlossen. Wir warteten. Ich begleitete die Klientin am Schädel und gab ihr Sauerstoff, damit sie es leichter hatte.
Arzt/Klientengespräch: Ab und zu fragte der Arzt, ob sie nicht doch noch einen Kaiserschnitt möchte, um die Geburtsschmerzen zu lindern. Jetzt sei noch der Moment, wo man das tun kann, jedoch die Klientin lehnte ab. Sie wollte ihr Kind ohne Kaiserschnitt auf die Welt bringen. Das war ihr ein besonderes Anliegen und sie liess sich davon nicht abbringen.
Atemarbeit und Präsenz: Frau S. wendete alle Techniken der Atemarbeit an, die ich ihr gelernt hatte. Ich gab der jungen Mutter warme Socken an die Füsse und guten Orangen-Blütentee. Ich schaute dafür, dass alle Wünsche erfüllt wurden. Als die 4. Hebamme kam, hatte ich den Eindruck, dass jetzt die richtige Frau im Kreissaal ist. Sie begrüsste meine Klientin, drückte sie und herzte mit ihr.

Sicherheit und Kompetenz im Kreissaal: Mit Hilfe der guten Zusammenarbeit der Hebamme brachten wir den Säugling auf die Welt. Ich spürte wie Kind und Mutter im Einklang waren und wie das Kind mithalf, auf die Welt zu kommen. Es wog 2060 g. Vor dem Kreissaal stand ein Wärmebettli  und wartete auf den ankommenden Säugling.
Untersuchung Kinderarzt Herr Dr. R.: Kurz nach der Entbindung und wollte der Kinderarzt die kleine Tochter untersuchen und dazu den Säugling kurz mitnehmen. Da erhob ich kurz Einsprache und sagte, er möge doch das Kind bei der Mutter lassen samt Käseschmiere und dort untersuchen. Er erklärte, es sei alles in bester Ordnung. Ich gab dem Kind meine erste Craniosacral-Behandlung auf dem Stirnbein und ich spürte wie der Rhythmus in Bewegung kam.
Dieses Kind musste nicht in den Brutkasten/Wärmebettli. Die Mutter konnte sehr schnell stillen. Wir konnten 90 Minuten ohne Unterbruch für die gute Anbindung/Bonding sorgen, so dass eine spätere Nachbehandlung nicht mehr nötig war.
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Craniosacraltherapie, Kaiserschnitt

Frau S. aus BL rief mich wegen einem Hausbesuch an. Ich hatte vor ihren Sohn Robin behandelt. Robin hat sich in der Zwischenzeit sehr gut entwickelt. Frau S. war sehr zufrieden.
Sie teilte mir stolz mit, dass sie ganz überraschend die Zwillinge Fynn und Lenny in der 37. Woche geboren hat. Leider hat ein kleiner Bub quer gelegen und so wurden beide Buben per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Ich behandelte bei dem Hausbesuch beide Buben, wobei der eine Bub unter starkem Reflux litt und sich nach hinten beugte. Frau S. gab die Flasche und beide Buben hatten grossen Appetit. So konnte ich den Trinkprozess genau beobachten und kleine Instruktionen erteilen.
Frau S. meisterte die neue Situation mit grosser Liebe und Empathie. Die Buben nahmen sehr gut zu. Trotz den aufgetretenen Befindlichkeitsstörungen meisterten Herr und Frau S. die Situation mit 3 Buben beispielhaft. Mit 4 Monaten drehten sich beide Buben sehr gut auf den Bauch und nach 4 Sitzungen konnte die Therapie ausgesetzt werden.
Fynn und Lenny sind ca. 6 Monate und bringen Frau S. schon manchmal an die Belastungsgrenze, zumal der kleine Robin auch beachtet werden muss. Sie bekommt  jedoch Hilfe von einer Tante und kann jetzt auch mal eine Auszeit für sich nehmen, bei der sie die  Vorzüge der Craniosacralen Osteopathie und Craniosacraltherapie kennen lernen darf.
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Plexusparese, Bub 8 Monate

Frau D. kommt mit dem kleinen Noa (8 Monate) in meine Praxis. Eine Psychologin hatte ihr die Craniosacrale Osteopathie/CST empfohlen. Noa hat noch keine Zähne und sitzt mit Unterstützung. Der kräftige Bub kam als 2. Kind spontan mit der Saugglocke auf die Welt. Er hatte ein stattliches Gewicht von 3.600 g. Das Hinterhaupt hat ein Hämatom, welches nicht behandelt wurde. Noa erhielt seit der Geburt Physiotherapie. Sein linker Arm hatte bei Geburt eine Plexus-Parese  erlitten. Kurz nach der Geburt erhielt Noa zweimal Chiropraktik von Frau Dr. W.
Frau D. sorgt sich um Noa, weil er schon seit der Geburt im Säuglingsstatus nicht geschlafen hat. Er wachte im 2-Stunden-Takt auf, nahm nicht richtig zu und musste notfallmässig wegen Herzgeräuschen ins Spital.
Jetzt geht Noa jeden Donnerstag in die Krippe. Es geht ihm dort gut, aber er schläft viel zu wenig.
Ich erlebe Noa als sehr temperamentvoll. Er dreht und wendet sich wie ein Wiesel. Ich habe arge Mühe, ihn auf dem Tisch zu halten. Er kann noch nicht alleine sitzen,  aber krabbelt bz. zieht sich auf dem Tisch vorwärts. Seine Mama versucht ihn zu halten und zu bändigen. Sie zeigt mir, wie Noa am besten einschläft. So arbeiten wir in einer Sitzung am Kreuzbein. Enorme Kräfte schaffen im ganzen Körper.  Ich rede mit Noa, wie die Beinchen schaffen und die Arme und der Kopf pulsieren und dass das ganz stark zu spüren ist. Bei diesem intensiven Schwatzen mit Noa wird er ruhiger und hört zu.
www.craniotherapie.chFrau D. erklärt mir, dass Noa alles was laut macht liebt, Büchlein mag er noch nicht anschauen. Er kann sich auf nichts konzentrieren. Noa ist ganz aufgeregt und schaut sehr wild um sich her. Sein Kopf dreht sich wie ein Wirbelwind. Frau D. wird ganz müde und erklärt mir, dass das jeden Tag so mit ihm ist und sie als Mutter eher müde wird und Noa unermüdlich Kraft und Ausdauer hat.

Ich versuche der jungen Mutter zu erklären, dass Noa in seinem Körper wie eingeklemmt war und den Arm nicht bewegen konnte. Seine Verbindung zur Halswirbelsäule war in den Nervenbahnen linksseitig blockiert. Das kommt vor, wenn ein Kind sehr gross ist und die Schulter im mütterlichen Becken verhakt. Durch Zug an einem Arm soll die Schulter heruntergezogen werden, dabei wird der Hals stark gebeugt und der Plexus brachialis stark gedehnt und kann teilweise oder ganz abreissen.
Auch bei einer Steisslage, bei einer Zangenentbindung oder Saugglocke besteht ein Risiko für eine Plexus-Parese. Eine geburtstraumatische Lähmung des Plexus brachialis ereignet sich bei 1:2.000 Geburten. Frau D. fragt mich, wie lange ich wohl zur Behandlung benötigen sollte und ob es für Noa mit 6 Sitzungen reichen würde. Ich versuche Frau D. zu erklären, dass in Noa enorme Kräfte wirken und das es in Gottes Hand liegt, dass er mir vertraut und wir zum Fliessen dieser Kräfte kommen.
Noa wird ganz schnelle sichtbare Fortschritte machen.

Mit Hilfe von Noa kann ich in der ersten Sitzung das Becken in Bewegung bringen und haben noch Probleme, am Schlüsselbein und Schädel eine Berührung auszuführen. Noa schiebt mich weg und ich muss ganz langsam und behutsam arbeiten und ihn beruhigen, so dass er meine Berührung annehmen kann.

2. Sitzung: Nach der 2. Sitzung erklärt mir die Mutter, dass Noa jetzt zum Sitzen angesetzt hat. Er kann es noch nicht allein, aber wir erreichen, dass er in der gehaltenen Sitzposition nach einem Mobilisierungsspiel greifen kann. Dabei öffne ich ihm den Armplexus durch Halten der entsprechenden Trigger. Er drückt ausgiebig und mit viel Kraft mit den Fäusten gegen das Spiel. Dabei stemmt er mit den Füssen gegen meinen Brustkorb und stösst gegen meine Berührung. Es braucht viel Gelenkigkeit der Therapeutin, um den Bewegungen von Noa zu folgen.

3. Sitzung: In der dritten Sitzung kommt der Papa mit. Er spürt die volle Kraft von Noa und sein Temperament. Mit Ruhe und Gelassenheit sitzt er da. Der jungen Mama tut es gut, dass der Papa mit ist, um Entlastung herbeizuführen. Noas Papa hält ein Spiel, auf das Noa mit aller Wucht draufschlägt. Er braucht so richtig ein Ventil für die ganze Kraft, die in ihm steckt. Ewig hat er sich nicht entspannen können. Ich behandle und erreiche, dass während der Sitzung Noa auf dem Rücken zu liegen komm.  Ich kann ihn in Ruhe am Kreuzbein behandeln,  den Thorax berühren, dem Schlüsselbein und den Schulterblättern folgend Aufmerksamkeit schenken. Noa hat grossen Durst und Hunger und stärkt sich zwischendurch.Nach dieser Behandlung schläft Noa eine Woche jeden Tag durch. Er bekommt seinen ersten Zahn und es geht ihm bedeutend besser.

4. Sitzung: Frau D. kommt mit Noa. Er liegt im Warteraum  auf dem Bauch und lacht mich aus vollen Zügen an. Wir tragen ihn in das Behandlungszimmer. Noa strahlt und ich höre, dass es ihm sehr gut geht, er jedoch etwas erkältet war. Heute spüre ich, wie sich etwas in dem kleinen Jungen verändert hat. Er lässt sich wohlwollend am Becken berühren und zeigt mir, was er alles kann. Während der Behandlung steht er plötzlich von selber auf. Das kann er seit zwei Tagen. Gleich darauf schaut er ein Büchlein an und prüft es auf seine Tauglichkeit. In Zweisamkeit unterhalten sich Mutter und Kind bei jeder Seite und Noa freut sich darüber. Er liegt ruhig auf dem Bauch und schaut. Er nimmt zum ersten Mal einen Hund in einer kleinen Hütte wahr. Ich spüre, wie Noa müde wird, jedoch immer noch aufbegehrt und schauen muss, ob alle noch da sind und er beruhigt loslassen kann. Er macht das sehr gut und vertrauensvoll liegt er in meinem Arm. Ich schaue, dass er in Kontakt mit seiner Mutter bleibt und sie ihn gut hört. Ich bin mir sicher, dass Noa gut schlafen wird.


Craniosacraltherapie, Craniosacrale Osteopathie, Bindung

Eine Mama erleidet unendliche Schmerzen bei der Geburt, um danach glücklich und zufrieden ihr Baby in den Händen halten zu dürfen. Oftmals wird beim Kaiserschnitt die Anstrengung so gross, dass der Papa das Kind nach der Geburt halten darf. Das ist ein wichtiger Moment für eine Prägung.

Das Baby hört den Herzschlag der Person, die es als erstes auf dem Leib empfängt, das Gehirn bekommt eine neurologische Spur auf der "Festplatte"wie bei einem PC. Oftmals fragen mich Mütter: "Frau Huggel, warum beruhigt sich mein Baby bei meinem Mann mehr als bei mir?"

Erstprägungen sind emotionelle erste Hilfe. Wichtig ist, das Kind der Mutter zurückzugeben und mit dem Kind den emotionellen Kontakt lange und anhaltend aufzubauen. Falls die Mutter nicht in der Lage ist, muss es die Person sein, die das Kind anschliessend betreut.

Bindungsmuster können neu aufgebaut werden durch intensiven Kontakt und emotionelle erste Hilfe in der Einübung dieser Kontaktmuster über die Berührung mit dem Herzen in Form von tiefer Liebe.
Liebe entsteht mit den Menschen, die ähnliche Empfindungen haben und ähnliche Urprägungen teilen. Wir verbinden uns mit den Menschen, die uns ganz ähnlich sind.

Wie finden wir diese Quelle? Indem wir Kontakt suchen zu Menschen, die uns helfen, diese Quelle zu finden. Esalen-Massage® und Craniosacrale Osteopathie, Craniosacraltherapie helfen uns dabei. Bindung entsteht im Herzen. Unsere Hände sind ein Verbindungsglied. Haben wir selber Verbindung zu unseren Händen und zum Herzen wiedergefunden, die uns durch ein schwieriges und anstrengendes Erlebnis abhanden gekommen war, wird ein Baby sich schnell beruhigen und eine Mutter schnell einschlafen und ein Vater beruhigt zur Arbeit gehen mit dem Wissen, mein Kind ist gut aufgehoben.

Petra Huggel hat mehrere körpertherapeutische Ausbildungen mit psychologischer Begleitung. Sie verfügt über eine hohe Kompetenz der eigenen Körperwahrnehmung, ihre Präsenz ist vollumfassend in der Art, wie sie ihre Klienten mit ihrer Stimme, Berührung und Herzkontakt empfängt und mit viel Herzblut begleitet. 

Petra Huggel: Wir danken Ihnen - eine Familie, deren Sohn bei Petra Huggel laufen, sprechen und singen gelernt hat. 




Hier ist mein Geheimnis. Es ist einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. 
Der kleine Prinz

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